Clever schenken

Screenshot friendfund.com

Crowdfunding-Plattformen spezialisieren sich auf Präsent-Finanzierung

Das neue Jahr hat gerade erst begonnen und so mancher hat die Enttäuschung beim Auspacken der Weihnachtsgeschenke noch in lebhafter Erinnerung. Wer lange Gesichter unterm Tannenbaum, an Geburtstagen oder bei der Hochzeit des besten Freundes vermeiden will, kann für sein Wunschgeschenk bei den Crowdfunding-Plattformen friendfund (Deutschland) oder DreamBank (Kanada) sammeln. Wie das funktioniert und wie sich die beiden von einander unterscheiden, könnt ihr hier nachlesen.

Ziel des Crowdfundings ist die Finanzierung eines Vorhabens oder Projektes mithilfe von Unterstützern. Je nach Anbieter ist das Erreichen der zuvor festgelegten Zielsumme an einen mehr oder weniger abgesteckten Zeitraum geknüpft. Während Crowdfunding-Plattformen wie die VisionBakery auf der Basis von Gegenleistungen funktionieren, wird bei friendfund und der DreamBank Geld für die Finanzierung eines bestimmten Geschenkes oder Wunsches gesammelt.

Screenshot friendfund.com

Bei friendfund erstellt der “Verschenker” eine Seite, auf der er bei Freunden und Verwandten für die Umsetzung seiner Präsent-Idee wirbt. Einladungen an die potenziellen Unterstützer, den friendfund Pool, können direkt über soziale Netzwerke wie Facebook versandt werden. Wer es bevorzugt, dass sich interessierte Freunde von selbst beteiligen, kann beispielsweise über Twitter auf seine Seite aufmerksam machen. Die Laufzeit des Friendfunding ist auf 30 Tage beschränkt. Gelingt es in dieser Zeit nicht, den anvisierten Betrag zusammenzubekommen, gilt auch hier das Prinzip „Alles oder Nichts“, die eingezahlten Gelder werden in vollem Umfang rückerstattet.

Screenshot DreamBank.org

Der kanadische Anbieter DreamBank legt seinen Fokus auf die Erfüllung langgehegter Träume. Statt Geschenken, die weder gefallen noch gebraucht werden, postet hier der zu Beschenkende seinen Wunsch und die Höhe der entstehenden Kosten. Die Wünsche der Träumer reichen dabei von einer Hochzeitsreise nach Europa bis zu Eisberg-Touren in Neufundland. Ein spezieller Anlass für das Posten eines Wunsches ist nicht nötig. Die Spenden kommen meist von Familie und Freunden, sind aber nicht auf diese beschränkt. Die Möglichkeit selbst für ein Geschenk zu sammeln, besteht auch bei friendfund. Im Gegensatz zum friendfunder ist der dreamer aber weder auf eine Zeitspanne noch das Erreichen des Zielbetrags festgelegt. Die Auszahlung ist jederzeit möglich, hat aber zur Folge, dass für diesen Wunsch nicht mehr gespendet werden kann. Das Anlegen einer neuen Seite ist jedoch möglich.

Screenshot DreamBank.org

Den Betreibern der DreamBank ist zudem der Schutz der Umwelt besonders wichtig. Durch gezieltes Verschenken sollen Umweltschäden für die Produktion, Verpackung und den Transport von Waren, die nicht benötigt werden, reduziert werden. So sollen laut DreamBank 83 Prozent der Amerikaner 2006 Geschenke bekommen haben, die sie nicht wollten. Die Plattform selbst gibt zehn Prozent ihres Einkommens aus Internet-Transaktionen an Wohltätigkeits-Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen, die African Wildlife Foundation oder Save the Children weiter. Welche Organisation unterstützt werden soll, entscheidet der Träumer.

Weitere Informationen zu friendfund findet ihr auf www.friendfund.com, wo es auch ein spannendes Erklärvideo gibt. Mehr zur DreamBank könnt ihr unter www.dreambank.org nachlesen. Lohnenswert ist auch ein Blick auf den Blog, auf dem es unter anderem spannende Tipps für umweltfreundlichere Hochzeiten gibt. ;)

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About Julie

Julie ist studierte Kunsthistorikerin und Sportwissenschaftlerin. Neben ihrer Promotion an der TU Berlin unterstützt sie das Team der VisionBakery im Bereich PR und Öffentlichkeitsarbeit.

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